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Was ein Gedicht mit mental health als Hebamme zu tun hat

Aktualisiert: 17. Juli


Ich werde manchmal gefragt, wie ich damit umgehe, dass ich den Schmerz von anderen Frauen mit bezeuge. Wie ich Selbstfürsorge betreibe.

Ich glaube viele Hebammen haben da so ihre Strategie - oder ich hoffe es.


Meine ist das Schreiben.


Ich hatte mir den Satz ,,Something has broken me open and since then everything touches me more deeply." vor einige Zeit in meine Handynotizen geschrieben. Warum auf Englisch? Weiß ich nicht mehr.


Jedenfalls habe ich kürzlich etwas Ähnliches von der Mama eines verstorbenen Mädchens hören dürfen. Und von einer anderen Mama, wie viel Gleichzeitigkeit es in ihrem Fühlen gibt, seit ihr Sohn gestorben ist. Und was sie beide gesagt haben über ihr Erleben hat mich sehr berührt und zu diesem Gedicht inspiriert.



Ich bin zerbrochen.

Nein.

Ich bin aufgebrochen.


Seitdem berührt mich alles tiefer.

Die Welt schmeckt intensiver.

Und manchmal schmeckt sie nach nichts.


Und vor allem sind da seither diese Risse.

Durch die das Licht in mich hinein fällt.

Nicht trotz ihnen,

sondern ihretwegen.


Ihretwegen. Seinetwegen.

Bin ich aufgebrochen.

Bin ich ich.

Anders ich.

Seither sehr ich.


Ich bin aufgebrochen.

Und es gibt nichts auf der Welt,

das mich wieder komprimieren könnte.

Und nichts auf der Welt wäre es wert,

dass ich mich komprimiere.


Ich bin aufgebrochen.

In eine Welt, in der mein Herz riesengroß ist.


In eine Welt, in der du nicht mehr bist,

aber viel mehr sehr wohl noch bist.


In eine Welt, in der das die Welt bedeutet,

was Andere im Vorbeigehen nicht beachten.


Ich bin aufgebrochen

und gehe nun diesen Weg.

Ohne dich.

So sehr mit dir.





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